Axel Heymann
Kundenberater
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Schülerinnen und Schüler des Raumausstatter-Handwerks zeigten bei ihrer praktischen Meisterprüfung im njumii - das Bildungszentrum des Handwerks in Dresden ihr handwerkliches Können und ihre gestalterische Bandbreite. Gemeinsam mit dem Fachverband der Raumausstatter und Inneneinrichter Sachsen e. V. haben wir diesen besonderen Moment mit Ihnen geteilt.
Nach 56 Arbeitsstunden an acht Prüfungstagen war es geschafft: Acht Meisterschüler im Raumausstatter-Handwerk haben ihre praktische Meisterprüfung in njumii – das Bildungszentrum des Handwerks erfolgreich beendet. In ihren Prüfungskojen zeigten sie, wie vielseitig ihr Gewerk ist: von klassischer Polstertechnik bis zu modernen Gestaltungslösungen.
Herzstück jeder Koje war ein klassisch gepolstertes Sitzmöbel. Darum herum entwickelten die Prüflinge persönliche Raumwelten. Elisabeth Claus aus Radeburg gestaltete z. B. das schwedische Kinderzimmer „Villa Kunterlesen“ mit Jugendstilelementen, Schwanenmotivtapete und einem anspruchsvollen Bouclésessel. Inspiration lieferte ihr auch die eigene Kindheit in einem Schwedenhaus.
Vinzenz Dieckmann aus Elbingerode setzte bei seinem „Maritimen Herrenzimmer“ auf eine Windrose als prägendes Motiv: Als Intarsie im Teppichboden wurde sie zum zentralen Blickfang in seinem Meisterprojekt. Bei der Zeugnisübergabe blickte er auf die gemeinsame Kurszeit in Dresden zurück: „Wir haben eine tolle gemeinsame Zeit als Kurs gehabt und genauso viel gelacht wie gelernt“, sagte er in seiner Festrede. Dabei dankte er nicht nur den Ausbildern, sondern auch den Mitgliedern des Meisterprüfungsausschusses vor Ort.
Felix Dittmar aus Aachen verband in seiner „Ägyptischen Ruheoase“ konventionelle Techniken mit modernen Verfahren wie dem 3-D-Druck für Schablonen. Petrol und Gold bestimmten seine Farbwelt. Dominik Gering aus dem Seegebiet Mansfelder Land nahm den Prüfungsausschuss mit zum „Zauber des Fuji“: Fototapete, ein nachempfundenes Tempeltor und ein von japanischen Papiertüren inspirierter Sonnenschutz prägten seine Koje.
Auch die übrigen Arbeiten zeigten die Spannweite der jungen Meister aus ganz Deutschland: Johanna Kieckbach entwarf ein „Cottage-Core“-Schlafzimmer im englischen Landhausstil mit elektrisch gesteuerten Vorhängen. Paula Olm gestaltete ein privates Umkleidezimmer und Hannah Walther schuf mit ihrer „Almhütte“ einen Rückzugsort mit Leseecke und blühender Almwiese als Motivtapete. Johannes Hilzinger setzte mit einer „Elegant Amethyst-Lounge“ in Violett und Gold edle Raumakzente.
Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, gratulierte den Absolventen zu diesem wichtigen Teilabschluss. In seinem Grußwort betonte er: „Der Meisterbrief bestätigt nicht nur, was Sie wissen. Er bestätigt, was Sie können. Und er zeigt, dass Sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – für Ihr Handwerk, für Kunden, für Mitarbeiter und vielleicht künftig auch für Auszubildende. Darauf dürfen Sie stolz sein.“